Suche
Generic filters
Exact matches only

ArcelorMittal und SigmaRoc gründen Unternehmen für die Kalkproduktion

Kategorie:
Themen: | |
Autor: Magnus Schwarz

ArcelorMittal und SigmaRoc gründen Unternehmen für die Kalkproduktion
ArcelorMittal Werk Dünkirchen (Quelle: ArcelorMIttal)

ArcelorMittal und der Steinbruchkonzern SigmaRoc haben eine strategische Joint-Venture-Vereinbarung zur Gründung eines neuen Unternehmens geschlossen. Das Unternehmen wird Kalk produzieren, einen wichtigen Reinigungszusatzstoff, der in der Stahlproduktion sowie in zahlreichen anderen industriellen Anwendungen eingesetzt wird. Beide Partner werden ihr Fachwissen über Werkstoffe und Herstellung nutzen, um 900.000 Tonnen eines hochwertigen Materials pro Jahr zu produzieren.

Das Werk wird in der Nähe des Hafens von Dünkirchen und des Stahlwerks von ArcelorMittal – dem Hauptabnehmer des produzierten Kalks – angesiedelt sein, was einen kürzeren Transport des Endprodukts ermöglicht.

Nachhaltiger Netto-Null-Kalk

Zur Umgestaltung des Branntkalkproduktionsprozesses will das neue Unternehmen die vom ArcelorMittal-Werk zurückgewonnene Wärme wiederverwenden und Biobrennstoffe einsetzen, um die Verwendung von Erdgas im Produktionsprozess zu ersetzen und die CO2-Emissionen zu verringern. Dank seiner strategischen Lage wird das Unternehmen Teil des CO2-Drehkreuzes in Dünkirchen sein.

Die Kombination dieser Initiativen zur CO2-Reduzierung wird es dem Unternehmen ermöglichen, Netto-Null-Kalk anzubieten.

Die Vereinbarung sieht vor, dass SigmaRoc und ArcelorMittal jeweils einen Anteil von 47,5 % an dem Joint Venture halten werden. In der ersten Phase der Markteinführung wird das neue Unternehmen für den Bau von drei neuen Kalköfen in Dünkirchen verantwortlich sein.

Die ersten Planungen für die Genehmigung und die Spezifikation der Öfen haben bereits begonnen, die endgültige Genehmigung wird für Ende 2023 und die Inbetriebnahme für 2025 erwartet. Zwischen den Joint-Venture-Partnern werden langfristige Liefer- und Abnahmevereinbarungen geschlossen.

 

Max Vermorken, CEO von SigmaRoc, kommentiert:

“Wir freuen uns, diese neue Partnerschaft mit ArcelorMittal eingegangen zu sein. Durch unsere Tochtergesellschaft Nordkalk, einem führenden Kalkproduzenten in Nordeuropa, bringen wir jahrzehntelange Erfahrung in der Produktion dieses wichtigen Materials mit, die wir für den Erfolg dieser Zusammenarbeit nutzen werden. Wir sind zuversichtlich, dass dieses neue Unternehmen die angestrebte Kapitalrendite für die SigmaRoc-Aktionäre erwirtschaften wird und schätzen, dass wir einen Eigenkapitalbeitrag von ca. 20 Millionen Euro in das Joint Venture einbringen werden.

 

Für SigmaRoc ist dies ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Etablierung als führendes europäisches Spezialunternehmen für Steinbruchmaterialien und ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Netto-Nullverbrauch bis 2040. Das Joint Venture spiegelt diese Ambition wider und stellt eine von mehreren wichtigen Initiativen dar, die wir sowohl organisch als auch anorganisch verfolgen.”

Matthieu Jehl, CEO von ArcelorMittal France, ergänzt:

“Die Gründung dieses Joint Ventures ist ein großer Schritt nach vorn für ArcelorMittal. Wir sichern unsere Versorgung mit hochwertigem Kalk, einem Schlüsselelement in unseren aktuellen und zukünftigen Stahlherstellungsprozessen, und werden gemeinsam mit SigmaRoc daran arbeiten, im Einklang mit unseren CO2-Reduktionszielen Netto-Null-Kalkproduktionsprozesse zu erreichen.

 

ArcelorMittal ist führend bei der Dekarbonisierung der Stahlindustrie und wir haben ehrgeizige Ziele: -35% CO2-Reduktion in Europa im Jahr 2030 und Kohlenstoffneutralität im Jahr 2050.”