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BENTELER Steel/Tube bietet erstmals Rohre aus Automatenstahl an

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Autor: Lucas Möllers

BENTELER Steel/Tube bietet erstmals Rohre aus Automatenstahl an
In Dinslaken produziert BENTELER Steel/Tube nahtlose warmgewalzte Rohre. (Quelle: Benteler)

BENTELER Steel/Tube ist es erstmalig gelungen, nahtlose Rohre aus Automatenstahl herzustellen: Benteler Smartcut®. Automatenstahl wird bereits seit langem als Vollmaterial, meist in Form von Stabstahl, in der zerspanenden Industrie eingesetzt. Denn die Materialeigenschaften des Automatenstahls mit hohem Schwefelgehalt bieten besondere Vorteile bei der zerspanenden Bearbeitung, wie dem Drehen, Fräsen oder Bohren. Dies äußert sich in einer schnelleren, produktiveren Bearbeitung mit besserer Spanbildung und höherer Werkzeuglebensdauer.

Benteler Smartcut® kombiniert die Vorteile hochzerspanbarer Automatenstähle mit den Geometrie-Vorteilen eines Rohres und optimiert somit die zerspanende Bearbeitung. Die Produktlinie von nahtlosen Stahlrohren in warmgewalzter als auch kaltgezogener Ausführung bietet optimierte Lösungen für verschiedene Anwendungen. So lässt sich eine wirtschaftliche Zerspanung sowohl für kleinere Stückzahlen als auch für die Groß-Serienfertigung realisieren. Aufgrund der Herstellung des Stahls im Elektrolichtbogenofen kann mit Benteler Smartcut® eine Reduzierung des CO2-Fußabdrucks um mehr als 70 % gegenüber Stabstahl aus der Hochofenroute erreicht werden. Dazu sind die Rohre gemäß EU-REACH-Verordnung garantiert bleifrei und schonen die Umwelt.

Passgenaue Rohrkonzepte mit anwendungsspezifischen Materialeigenschaften

Gemeinsam mit Partnern aus der Stahldistribution und Verbrauchern stellt BENTELER Steel/Tube mit Benteler Smartcut® anwendungsspezifische, nahtlose Rohrlösungen für Zerspanungsunternehmen, Maschinenbauer und Hersteller von Präzisionswerkstücken bereit.

„Unsere Kunden fertigen aus Rohren aus Automatenstahl rotationssymmetrische Drehteile und individuelle Sonderformen nach Zeichnung, unter anderem Muffen, Hülsen, Komponenten und Abstandsringe für Elektromotoren. Dabei schätzen sie die exzellente Zerspanbarkeit unserer Automatenstahlrohre. In enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden erarbeiten wir passgenaue Lösungen: Dabei können die Materialeigenschaften des Automatenstahls individuell an den Anwendungsfall angepasst werden. Zusätzliche Wärmebehandlungen sorgen für eine hohe Festigkeit bei gleichzeitig guter Verformbarkeit. Zudem können die Rohre mit kundenindividuellen Anarbeitungen geliefert werden, wie beispielsweise einer zerspanten Innenoberfläche oder als Kurzlänge vorgeschnitten. So ist für jede Anwendung die optimale Lösung dabei“, hebt Bernd Mehren, Leiter Engineering für nahtlose Warmrohre, hervor.

Benteler Smartcut®: Das Rohr mit dem Plus an Schwefel

Mit Benteler Smartcut® nutzt BENTELER Steel/Tube erstmalig die Werkstoffklasse der Automatenstähle für eine Produktfamilie spezifischer Rohrlösungen.

„Mit verschiedenen Schwefelgehalten ab mindestens 0,10 % Schwefel – das etwa Drei- bis Fünffache der bei Zerspanungsrohren üblichen 0,015 bis 0,035 % – weisen Benteler Smartcut®-Rohre eine exzellente Zerspanbarkeit auf. So lassen sich die Rohre besser und günstiger weiterverarbeiten. Zudem sind Materialeinsparungen von mehr als 50 % gegenüber Stabstahl keine Seltenheit“, berichtet Helwig Brabander, Leiter Engineering Hydraulik / Präzistechnik.

Optimale Spanbildung für längere Werkzeuglebensdauer

Durch den Einsatz von Benteler Smartcut®-Rohren aus Automatenstahl lassen sich deutliche Produktivitätssteigerungen in der zerspanenden Industrie erzielen:

„Eine zu lange, unkontrollierte Spanbildung führt zu einer erhöhten Störanfälligkeit, Ausschuss und Werkzeugverschleiß der Anlagen bei unseren Kunden. Benteler Smartcut® bietet aufgrund seiner Werkstoffeigenschaften eine stark verbesserte, kurzbrüchige Spanbildung. Das wirkt sich positiv auf die Werkzeugstandzeiten aus, die mit Benteler Smartcut®-Rohren bis zu vierfach höher sind. Außerdem wird durch das Materialkonzept eine schnellere Bearbeitung und infolge des stabilen Prozesses auch mannlose Bearbeitung ermöglicht, was die Bearbeitungskosten in Summe um bis zu 40 % reduzieren kann. Das erfreut nicht nur die kaufmännische Leitung unseres Kunden in der Betrachtung der Betriebskosten, sondern wirkt sich auch positiv auf die Planbarkeit des Fertigungsprozesses aus“, fasst Jan Schwarzer, Director Sales, die Vorteile zusammen.