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Dillinger investiert weiter in Windkraft

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Autor: Lucas Möllers

Dillinger investiert weiter in Windkraft
Dillinger investiert an seinem Standort in Dillingen in die Modernisierung eines Stoßofens sowie zudem in die Fertigung bei Tochter Steelwind Nordenham, um die Produktion für den Offshore-Windkraft-Markt zu verstärken. (Quelle: Dillinger)

Dillinger setzt seinen strategischen Weg zur Erreichung der angestrebten Klimaziele in Europa konsequent fort. Mit seinen innovativen Produkten leistet das saarländische Stahlunternehmen einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Erzeugung von erneuerbaren Energien. Um die Entwicklungsstrategie auf diesem Markt voranzutreiben und die Position zu stärken, hat der Aufsichtsrat von Dillinger dem Vorschlag des Vorstands zugestimmt, € 56,5 Millionen zu investieren. Einerseits betrifft dies den Ausbau der Produktion von superschweren Blechen bei Dillinger (Dillingen). Andererseits ist die Fertigung von Windturmfundamenten, der sogenannten Monopiles betroffen. Diese werden bei der Dillinger-Tochter Steelwind Nordenham gefertigt.

Offshore-Windparks sind eine der Säulen der europaweiten Energiewende

Die EU plant derzeit den Ausbau der Stromerzeugung durch Offshore Wind auf 300 Gigawatt bis 2050. Deutschland plant den Ausbau auf 40 Gigawatt bis 2040. Global geht man von einem Ausbau auf rund 160 Gigawatt bis 2030 aus. In Europa stehen bereits etwa 80 Windparks auf Gründungen aus Stahl von Dillinger. Steelwind Nordenham ist ein etablierter Hersteller von qualitativ anspruchsvollen Monopiles im Offshore-Segment.

Dr. Karl-Ulrich Köhler, Vorstandsvorsitzender und Technikvorstand von Dillinger erklärt dazu: „Dillinger und Steelwind Nordenham liefern mit ihren Produkten einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der angestrebten Klimaziele in Europa und weltweit. Diesen Vorsprung gilt es für eine erfolgreiche Energiewende zu bewahren.“ Der wachsende Bedarf an Energie aus Windkraft schlägt sich in größeren und schwereren Offshore-Gründungsstrukturen nieder. Diese sind Träger für effizientere Turbinen. Sie haben Durchmesser von mehr als 10 Metern und über 2.400 Tonnen Gewicht. Diese Dimensionen erfordern den Einsatz besonders schwerer Bleche mit einem Einzelgewicht von über 35 Tonnen. Sie ermöglichen die Produktion der Monopiles mit weniger Schweißnähten. Damit haben sie eine erhöhten Produktivität bei der Herstellung.

Dillinger ist heute schon führend bei der Herstellung von schweren Hightech-Bleche

Der Kundenwunsch geht jedoch weit über die heutigen Kapazitäten hinaus. Durch die Verarbeitung von 600 Millimeter dicken Brammen aus der Stranggießanlage CC6 können Grobbleche mit einem Stückgewicht von bis zu 42 Tonnen gewalzt werden. Nun wird der Stoßofen 2 im Walzwerk von Dillinger modernisiert und verstärkt. Ziel ist es die 600 Millimeter dicken Brammen auf die erforderlichen Temperaturen für die Blechwalzung zu bringen. Durch die Investitionen am Stoßofen 2 wird die Kapazität bei der Produktion schwerer Bleche deutlich gesteigert. Das führt dazu, dass das Monopile-Design optimiert werden kann.

Auch die Investitionen bei Steelwind Nordenham werden die Fertigungskapazitäten und Produktivität deutlich steigern

Das Unternehmen bereitet sich auf die steigende Nachfrage der Kunden vor. Dies geschieht durch die Erweiterung der Lagerflächen und die Optimierung des Mantelschussbaus zur Herstellung einer größeren Anzahl von Monopile-Segmenten bei höherem Stückgewicht. Immer größere und schwerere Monopiles im XXL-Format und die gestiegenen logistischen Anforderungen sind betroffen.

„Steelwind Nordenham steht seit der ersten Stunde für qualitative Exzellenz, besten Service und ständige technische Innovation bei der Fertigung und Entwicklung immer größerer Offshore-Fundamente. Diesen Weg setzen wir nun weiter konsequent und kontinuierlich fort und bauen unser Leistungsangebot für diesen zukunftsweisenden Markt weiter aus“, fasst Köhler die Maßnahmen zusammen.

Damit schaffen die Unternehmen die Voraussetzungen, um weiterhin die bestmöglichen Hightech-Bleche bieten zu können. Auch XXL-Monopiles für den anspruchsvollen Einsatz in der Offshore-Windkraft fallen darunter. Beide Unternehmen leisten so einen großen Beitrag bei der Erschließung der enormen Potentiale der Offshore-Windenergie. Ohne sie sind das Erreichen der Klimaziele und die Energiewende nicht zu realisieren.

 

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