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ifo Institut: Ökonomen für AKW-Weiterbetrieb und Energiegelder

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Autor: Sarah Gottschalk

ifo Institut: Ökonomen für AKW-Weiterbetrieb und Energiegelder
Quelle: Pexels

Der Weiterbetrieb der verbliebenen AKWs und Hilfszahlungen an Haushalte mit geringen Einkommen sind Vorschläge, die besonders beliebt sind bei den 178 Teilnehmenden des ifo-Ökonomenpanels. „Das Angebot von Strom muss ausgeweitet und die Nachfrage verringert werden“, sagt ifo-Forscher Niklas Potrafke.

„Sinken wird die Nachfrage durch den Preisdeckel auf Energie nicht. Vielmehr sollte die Lenkungswirkung hoher Preise erhalten bleiben und bedürftigen Haushalten und Unternehmen mit gezielten Zahlungen geholfen werden.“

Zur Ausweitung des Strom- und Gasangebotes in Deutschland unterstützen 81 Prozent der Teilnehmenden den Weiterbetrieb der drei Atomkraftwerke über 2022 hinaus. Gut finden die Volkswirte auch den Abbau von Regularien, die den Ausbau erneuerbarer Energien erschweren (74 Prozent), den Bau weiterer Flüssiggas-Häfen (71 Prozent) und den Ausbau der Übertragungsnetze beim Strom (70 Prozent) (siehe Abbildung 1).

Mit 83 Prozent spricht sich eine große Mehrheit der Teilnehmenden für weitere Entlastungen der Haushalte von den hohen Energiekosten aus. Sie sollten insbesondere Bedürftigen zugutekommen. Große Einigkeit besteht auch darüber, wie die Entlastung der Haushalte aussehen soll: Nur 14 Prozent jener Teilnehmenden, die sich für eine Entlastung aussprechen, sind für Strom- und Gaspreisdeckel. Dagegen unterstützen 68 Prozent Zahlungen in Form von Energiegeldern (siehe Abbildung 2).

Eine Mehrheit spricht sich auch für weitere Entlastungen der Betriebe von den hohen Energiekosten (54 Prozent) aus. Die Unterstützung für Entlastungen der Betriebe ist im Vergleich zu Haushalten deutlich geringer, sie liegt 29 Prozentpunkte darunter.

Die Frage nach der Einführung einer Übergewinn-/Zufallsgewinnsteuer für die Produzenten von erneuerbaren Energien, Kern- und Kohleenergie spaltet die Profession. Während 46 Prozent eine solche Steuer unterstützen, lehnen sie 43 Prozent ab.

Und 94 Prozent der Teilnehmenden erwarten, dass Deutschland in Folge der Energiepreiskrise in eine Rezession rutscht.