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Klöckner & Co: Gutes 1. Quartal 2022

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Autor: Magnus Schwarz

Klöckner & Co: Gutes 1. Quartal 2022
Die Auftragsbücher von Klöckner & Co sind gut gefüllt. (Quelle: Pexels)

Im ersten Quartal 2022 ist der Umsatz von Klöckner & Co aufgrund der positiven Preisentwicklung um rund 60 % auf 2,4 Mrd. € gestiegen (Q1 2021: 1,5 Mrd. €).Das um wesentliche Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) lag mit 201 Mio. € deutlich über dem Vorjahresergebnis (Q1 2021: 130 Mio. €). Einschließlich wesentlicher Sondereffekte, die überwiegend aus der Veräußerung geschlossener Standorte resultierten, betrug das EBITDA 254 Mio. € (Q1 2021: 141 Mio. €). Das Konzernergebnis konnte auf 172 Mio. € gesteigert werden (Q1 2021: 86 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie betrug entsprechend 1,68 € (Q1 2021: 0,85 €).

Die Mittelbindung im Net Working Capital ist im Vergleich zum Jahresende 2021 insbesondere preisbedingt um 445 Mio. € auf 2.258 Mio. € gestiegen. Als Folge kam es zu einem Mittelabfluss aus betrieblicher Tätigkeit von 261 Mio. € nach einem Zufluss von 18 Mio. € im Vorjahresquartal.

Guido Kerkhoff, Vorsitzender des Vorstands der Klöckner & Co SE, erklärt:

„Auch im ersten Quartal des Jahres haben wir wieder ein sehr starkes Ergebnis erzielt. Gleichzeitig haben wir in den ersten Monaten des Jahres große Fortschritte bei der Umsetzung unserer Konzernstrategie gemacht: Mit der Anerkennung unserer Net-Zero-Ziele durch die Science Based Targets initiative (SBTi), unserer neuen Bewertungsskala für grünen Stahl sowie der weiteren Beschleunigung der digitalen Transformation stellen wir die entscheidenden Weichen für die kommenden Jahre, um Klöckner & Co in eine nachhaltige und digitale Zukunft zu führen.“

Konzernstrategie weiterhin im Fokus

Als erstes Unternehmen erreichte Klöckner & Co, dass alle CO2 Net-Zero-Ziele nach Standards der SBTi als wissenschaftlich fundiert anerkannt wurden. Darüber hinaus ergreift Klöckner & Co die Chancen der nachhaltigen Transformation der Stahlindustrie. Das Unternehmen hat dafür eine Bewertungsskala für grünen Stahl mit sechs Kategorien vorgestellt, um den CO2-Fußabdruck von Produkten beurteilen zu können. Durch Partnerschaften wird Klöckner & Co seinen Kunden bereits 2022 grüne Stahlmengen anbieten.

Die mit dem Kloeckner Assistant automatisiert abgewickelten Umsätze wurden im ersten Quartal mit rund 390 Mio. € nahezu verdoppelt (Q1 2021: 200 Mio. €). Der digitale Umsatzanteil stieg insgesamt leicht auf rund 46 % (Q1 2021: 45 %). Am 1. Mai 2022 hat Dr. Khaled Bagban als Chief Digital and Information Officer die globale Steuerung aller IT- und Digitalthemen übernommen. Er möchte die digitale Transformation von Klöckner & Co beschleunigen. Als CEO von kloeckner.i wird er die Weiterentwicklung des Digital-Hubs in Berlin und Duisburg vorantreiben. Er berichtet in diesen Positionen auf der Managementebene direkt an Guido Kerkhoff.

Klöckner & Co hat im ersten Quartal über Immobilienverkäufe das firmeneigene Netzwerk sowie die Anlagennutzung optimiert. Insbesondere wurde durch den Verkauf von Standorten in der Schweiz und Frankreich Sondereffekte in Höhe von 53 Mio. € erzielt.

Ausblick

Klöckner & Co ist für das operative Geschäft optimistisch. Das Unternehmen rechnet für das zweite Quartal mit einer stabilen bis leicht steigenden Absatzentwicklung. Aufgrund der Stahlpreisdynamik sowie der Margin-over-Volume-Strategie und des Bestandsmanagements erwartet der Stahlhändler einen Umsatzanstieg. Zudem prognostiziert das Unternehmen für das laufende zweite Quartal ein EBITDA von 180 bis 240 Mio. €.