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Klöckner & Co meldet Vorreiterrolle bei SBTi-Zielen

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Autor: Magnus Schwarz

Klöckner & Co meldet Vorreiterrolle bei SBTi-Zielen
Klöckner & Co. verfolgt eine größtmögliche Dekarbonisierung seines Geschäfts. (Quelle: Pixabay)

Klöckner & Co ist das erste Unternehmen, dessen CO2-Net-Zero-Reduktionsziele nach den Standards der Science Based Targets initiative (SBTi) als wissenschaftlich fundiert anerkannt worden sind. Die Erreichung der mittelfristigen Ziele hatte die SBTi bereits vor einigen Wochen bestätigt. Nun folgte die Anerkennung der langfristigen sowie der Net-Zero-Ziele. Alle Reduktionsziele entsprechen somit den Anforderungen des Pariser Klimaabkommens zur Begrenzung der globalen Erderwärmung auf maximal 1,5 °C.

Langfristig möchte Klöckner & Co die Emissionen in Scope 1 und 2 bis zum Jahr 2040 eliminieren. Dazu zählen Emissionen, die mit dem Unternehmen selbst verbunden sind. Allein in Scope 1 und 2 würde der Stahlhändler damit rund 90.000 Tonnen CO2 pro Jahr an Eigenemissionen einsparen.

In Scope 3 möchte man bis 2040 die direkt beeinflussbaren sowie bis 2050 auch die indirekt beeinflussbaren Emissionen (Scope 3) weitestgehend reduzieren. Damit verpflichtet sich der Betrieb entsprechend der Standards der SBTi dazu, die Emissionen in der gesamten Wertschöpfungskette bis zum Jahr 2050 auf Netto-Null zu senken.

Grüne Transformation als langfristige Zielsetzung

Guido Kerkhoff, Vorsitzender des Vorstands der Klöckner & Co SE, betont: „Mit der wissenschaftlichen Anerkennung der langfristigen sowie der CO2-Net-Zero-Reduktionsziele sind wir bei der Umsetzung unserer Strategie ‚Klöckner & Co 2025: Leveraging Strengths‘ einen weiteren großen Schritt vorangekommen. Wir arbeiten weiterhin mit Hochdruck an der Umsetzung dieser Ziele und treiben so die grüne Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft als Pionier einer nachhaltigen Stahlindustrie aktiv voran.“

Klöckner & Co konzentriere sich im Rahmen des Programms „kloeckner takes action 2040“ auf konkrete Maßnahmen zur Verringerung des ökologischen Fußabdrucks. Mittelfristig werde das Unternehmen in Scope 1 und 2 die CO2-Emissionen damit bis 2030 um 50 % reduzieren. In Scope 3 will es die direkt beeinflussbaren Emissionen bis 2030 ebenfalls um 50 % senken. Die nicht direkt beeinflussbaren Emissionen sollen in Scope 3 bis 2030 um 30 % reduziert werden. Zusätzlich zu den Reduktionsmaßnahmen kompensiert das Unternehmen unvermeidbare Emissionen in Scope 1 und 2 durch Investitionen in zertifizierte Projekte.

Deshalb sieht sich Klöckner & Co schon heute als CO2-neutral. Man nutze zudem die strategischen Chancen, die sich aus der Dekarbonisierung ergeben. Das Unternehmen verankere im Rahmen seiner Strategie grüne Lösungen im Geschäftsmodell und baue ein nachhaltiges Produkt- und Dienstleistungsspektrum auf. Mit vier Partnerschaften zur Lieferung von grünem Stahl möchten die Duisburger ihren Kunden schon 2022 grüne Produkte anbieten.

Entwicklung einer eigenen CO2-Bewertungsskala

Klöckner & Co hat darüber hinaus eine Bewertungsskala für grünen und CO2-reduzierten Stahl entwickelt, damit Kunden einsehen können, wie das CO2-Profil eines Produktes aussieht. Die Skala beruht auf internationalen Standards und kategorisiert CO2-reduzierten Stahl anhand der zertifizierten Emissionen über die gesamte Wertschöpfungsketten. Das Unternehmen schafft dank einer Klassifizierung in sechs Kategorien die Möglichkeit, den CO2-Fußabdruck von grünem Stahl zu beurteilen. 2022 soll der Stahlhändler in verschiedenen Kategorien der Skala CO2-reduzierten Stahl anbieten. Bis 2025 sollen dann über 30 % und bis 2030 über 50 % des Gesamtangebots aus den CO2-ärmsten Kategorien stammen. Das entspräche einer jährlichen Einsparung von rund vier Mio. Tonnen CO2.