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Swiss Steel Group: solides Q1 2022

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Autor: Sarah Holtkamp

Swiss Steel Group: solides Q1 2022

Swiss Steel Group, weltweiter Anbieter von Speziallangstahl, gab heute einen Umsatz von EUR 1’028,8 Mio. im ersten Quartal 2022 im Vergleich zu EUR 751,6 Mio. im Vorjahresquartal bekannt. Dies entspricht einem Anstieg von 37 %. Die Absatzmenge sank um -6 % für das Q1 2022 auf 480 Kilotonnen. Im Q1 2021 betrug die Absatzmenge 510 Kilotonnen. Das bereinigte EBITDA betrug EUR 75,0 Mio.. Das bedeutet einen Anstieg gegenüber EUR 44,5 Mio. im Q1 2021. Die Nettoverschuldung belief sich auf EUR 849,6 Mio., was einem Anstieg um EUR 129,1 Mio. gegenüber EUR 720,5 Mio. zum Jahresende 2021 entspricht.

Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2022

Mit 480 Kilotonnen wurde im ersten Quartal 2022 -5,9 % weniger Stahl verkauft als im gleichen Quartal des Vorjahres (Q1 2021: 510 Kilotonnen). Dies war auf einen Rückgang der Absatzmenge um -4,1 % bei Edelbaustahl und um -17,9 % bei rost-, säure- und hitzebeständigem Stahl zurückzuführen. Die Absatzmenge von Werkzeugstahl legte jedoch gegenüber dem Vorquartal um 2,9 % zu.

Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Tonne Stahl lag im ersten Quartal 2022 bei EUR 2’145 pro Tonne und damit deutlich über dem Vorjahresquartal (EUR 1’476 pro Tonne). Die höheren Preise von Rohstoffen auf den Märkten hatten höhere Verkaufspreise zufolge. Auch die Basispreise konnten erhöht werden. Die Gruppe begann gegen Ende 2021, die bereits zuvor angekündigten Energiezuschläge zu erheben, um die Volatilität der Energiepreise und die allgemeine Inflation zu überwälzen.

Höhere durchschnittliche Verkaufspreise

Der Umsatz stieg im ersten Quartal 2022 um 36,9 % gegenüber dem Vorjahresquartal (EUR 1’028,8 Mio.). Das ist auf die höheren durchschnittlichen Verkaufspreise zurückzuführen. Der Umsatzanstieg erstreckte sich über alle Produktgruppen. Nach Regionen aufgeschlüsselt ist der Umsatz in allen unseren Absatzmärkten gestiegen, wobei der stärkste Anstieg auf dem amerikanischen Markt (+ 43,4 %) zu verzeichnen war, gestützt durch die größere Aktivität der Öl- und Gasbranche.

Das bereinigte EBITDA belief sich im ersten Quartal 2022 auf EUR 75,0 Mio. – ein deutlicher Anstieg gegenüber demselben Quartal im Vorjahr (Q1 2021: EUR 44,5 Mio.).

Der Free Cash Flow (Cash Flow aus Betriebstätigkeit nach Abzug des Cash Flow aus Investitionstätigkeit) belief sich im ersten Quartal 2022 auf EUR -108,1 Mio. (Q1 2021: EUR -85,1 Mio.), da die Preise für Ausgangsmaterialien und Energie weiter stiegen. Das führte zu vorübergehenden Investitionen in das Nettoumlaufvermögen.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2022

Auf der Basis der Zahlen für Q1 2022 und des Auftragsbestands erwartet die Gruppe eine weiterhin stabile Performance. Bislang lassen sich die möglichen Auswirkungen des Konflikts in der Ukraine auf ihr Geschäft noch nicht abschätzen. Vorübergehende Lieferkettenstörungen werden wahrscheinlich, zumindest bis zur zweiten Jahreshälfte 2022, in gewissem Umfang anhalten. Ferner haben die extremen Preisturbulenzen für Ausgangsmaterialien, Preiserhöhungen an den Energiemärkten und das allgemeine Risiko von Angebotsengpässen bei Gas zuletzt wieder zugenommen. Unter der Annahme von geringen negativen Effekten erwartet die Swiss Steel Group weiterhin ein bereinigtes EBITDA im Bereich von EUR 160 Mio. bis EUR 200 Mio.

“Wir beobachten nach wie vor eine robuste Nachfrage in den Endmärkten und eine solide Rentabilität. Dies führte zu einem bereinigten EBITDA von EUR 75 Mio. Es beweist, dass wir mit unserer Transformation gute Fortschritte erzielen, während wir unsere Position als einer der ökologischsten und effizientesten Speziallangstahlproduzenten festigen. Die Profitabilität war im ersten Quartal trotz eines leichten Rückgangs der Absatzmenge besonders erfreulich für Anwendungen unseres Edelbaustahls und wurde darüber hinaus gestützt durch beträchtliche Beiträge unserer Division Sales & Services. Leider werden unsere Ergebnisse derzeit durch das Defizit in unserem Betrieb in Ugine beeinträchtigt, wo es im Januar zu einem schweren Unfall kam. Wir planen, das Stahlwerk in diesem Sommer in Betrieb zu nehmen. Die enge Zusammenarbeit im Konzern war jedoch sehr erfolgreich, sodass wir den laufenden Downstream-Betrieb von Ugitech auch teilweise aus internen Quellen bedienen konnten. Wir beobachten die Lage in der Ukraine und das humanitäre Leid des Kriegs mit Bestürzung. Bislang lassen sich die Auswirkungen des Konflikts auf unser Geschäft noch nicht abschätzen. Die geopolitische Lage sorgt erneut für weitere Unsicherheit. Gegenwärtig können wir in Bezug auf ihre Auswirkungen auf die Lieferketten, die Verfügbarkeit von Ausgangsmaterialien und eine nachhaltige und kosteneffiziente Energieversorgung keine Aussagen treffen. Wir werden weiterhin notwendige Maßnahmen ergreifen, wie es die Umstände erfordern”, kommentiert CEO Frank Koch.