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Tata Steel sieht Zukunft für wasserstoffbetriebene Schiffe

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Autor: Magnus Schwarz

Tata Steel sieht Zukunft für wasserstoffbetriebene Schiffe
Modell eines wasserstoffbetriebenen Schiffs (Quelle: Tata Steel)

Tata Steel ist mit der Reederei Van Dam Shipping aus Groningen eine Partnerschaft eingegangen. Sie soll ein wasserstoffbetriebenes Schiff entwickeln. Das Stahlunternehmen will damit die CO2-Emissionen aus dem Seetransport von Stahlspulen reduzieren.

Bei dem zu entwickelnden Schiff handelt es sich um ein Fahrzeug für den Kurzstreckenseeverkehr mit einer Tragfähigkeit von ca. 5.000 Tonnen. Es wird das erste Schiff dieses Typs sein. Die wasserstoffbetriebene Schifffahrt besteht derzeit hauptsächlich aus Lastkähnen und kleinen Fähren, die sowohl mit Hybridantrieb als auch vollständig mit Wasserstoff betrieben werden.

Cem Ugur, Leiter der Abteilung Chartering and Operations von Tata Steel, gibt an:

„Wir wollen in jeder Hinsicht ein nachhaltiges Unternehmen sein. Das bedeutet nicht nur, dass wir in Zukunft mit Wasserstoff grünen Stahl herstellen werden, sondern wir überlegen auch, wie wir Wasserstoff anderweitig nutzen können. Zum Beispiel, um unsere Logistik nachhaltiger zu gestalten. Wir setzen daher auch beim Transport unserer Stahlspulen auf grüne Schiffe.“

Jan van Dam, Geschäftsführer von Van Dam Shipping, ergänzt:

„Ich freue mich über die Zusammenarbeit mit Tata Steel bei der Lieferung eines emissionsfreien Schiffes. Wir pflegen seit vielen Jahren eine Beziehung mit Tata Steel, und jede Woche lädt eines unserer Schiffe Stahl in IJmuiden. Diese Zusammenarbeit wird unsere Beziehung intensivieren und zu den Zielen der Energiewende im Unternehmen und in der Schifffahrtsbranche beitragen.“

Tata Steel verschifft jedes Jahr 2 Millionen Tonnen Stahlspulen in verschiedene Länder Europas. Van Dam ist ein etablierter Name in der niederländischen Schifffahrtsindustrie und die Partnerschaft wird Tata Steel in die Lage versetzen, voraussichtlich ab 2026 Stahlspulen auf eine nachhaltigere Weise zu transportieren. Das Ziel ist, dass das wasserstoffbetriebene Schiff 100 % CO2-emissionsfrei fahren kann und damit etwa 3.000 Tonnen CO2 pro Jahr im Vergleich zu einem mit Schweröl oder Treiböl betriebenen Schiff einspart.