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thyssenkrupp Materials Services berechnet CO2e-Fußabdruck der Lieferkette

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Autor: Magnus Schwarz

thyssenkrupp Materials Services berechnet CO2e-Fußabdruck der Lieferkette
Zukünftig wird der CO2e Fußabdruck der gesamten Lieferkette, z.B. für Stahl-Coils, nachvollziehbar sein (Quelle: thyssenkrupp Materials Services)

thyssenkrupp Materials Services hat ein neuartiges Berechnungsmodell entwickelt, um CO2e-Transparenz für sein Produkt-Portfolio zu schaffen. Der Product Carbon Footprint (PCF) Rechner berechnet für jedes Produkt von der Herstellung bis zur Auslieferung den genauen CO2e-Ausstoß.

„Der Product Carbon Footprint Rechner ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Erreichen unserer eigenen, aber auch der Klimaziele unserer Kunden“, sagt Martin Stillger, Vorstandsvorsitzender von thyssenkrupp Materials Services.

Product Carbon Footprint – individuelle Berechnung nach anerkannten Standards

In die  Berechnung des Product Carbon Footprints fließen Daten zu Lagerstandorten, An- und Ablieferung sowie Lieferanten- und Materialdaten. Damit werden alle Daten entlang der Lieferkette bis zum Kunden, dem sogenannten „Cradle to Gate“- Ansatz, berücksichtigt. Nach den Anforderungen des Greenhouse Gas Protocols werden diese Daten den neinzelnen Auftragspositionen bei thyssenkrupp Materials Services zugeordnet.

Diese Zuordnung basiert einerseits auf dem Prozess- und Materialwissen von thyssenkrupp Materials Services. Andererseits resultiert sie aus der Unterstützung externer Experten bei der Bewertung der Treibhausgaseffekte. So sind für jeden Artikel alle Schritte von der Herstellung über die Anlieferung, die Lagerung und Verarbeitung bis zur Auslieferung hinsichtlich der Treibhausgasbelastung transparent darstellbar.

Frank Thelen, Head of Governance and Procurement bei thyssenkrupp Materials Services und mitverantwortlich für die Entwicklung des Modells:

„Mit den Daten aus den Berechnungen haben unsere Kunden exakte Ausgangswerte für eigene PCF-Berechnungen. Auf dieser Basis können wir unsere Kunden dahingehend beraten, dass sie beispielsweise Produkte aus anderen Herstellungsverfahren einsetzen, die geringere CO2e-Werte haben. Damit liefern wir einen wichtigen Beitrag für die Klimaneutralität der Produkte unserer Kunden.“

Ferner zertifizierte die internationale Klassifikationsgesellschaft DNV das Berechnungsmodell von thyssenkrupp Materials Services.

Green Steel – weniger CO2e durch erneuerbare Energien und intelligentes Recycling

Eine der Stahlsorten im Produktportfolio, mit der Kunden ihre Scope 3 Emissionen reduzieren können, wird ab 2023 „grüner Stahl“ der Swiss Steel Group sein. Der grüne geschmiedete und gewalzte Blank- und Stabstahl wird unter anderem thyssenkrupp Aerospace für den Bau von Flugzeugteilen verwenden. Der Herstellungsprozess dieses Materials ist besonders umweltverträglich. Er weist Emissionen auf, die 80 bis 95 Prozent unter dem Branchendurchschnitt liegen.

„Auch wenn es noch nicht möglich ist, Stahl klimaneutral zu produzieren, ist gerade bei diesem sehr CO2e-intensiven Werkstoff eine Reduktion um 10 oder 20 Prozent bereits ein wichtiger Schritt“, so Frank Thelen. „Durch die neue Transparenz über unsere gesamte Lieferkette hinweg können wir mit unseren Partnern daran arbeiten, diese in Zukunft so klimafreundlich wie möglich zu gestalten.“