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Waelzholz möchte Transformation der Stahlindustrie vorantreiben

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Autor: Magnus Schwarz

Waelzholz möchte Transformation der Stahlindustrie vorantreiben
Dr. Gierse, kaufmännischer Geschäftsführer der Waelzholz Gruppe, und Dr. Buddenberg, Vorsitzender der Geschäftsführung der Waelzholz Gruppe. (Quelle: Waelzholz)

40 Mio. Tonnen Rohstahl werden in Deutschland jährlich produziert – damit ist die Bundesrepublik der größte Stahlhersteller in der Europäischen Union. Um die Klimaziele der EU einzuhalten, muss die Stahlproduktion bis 2045 grü werden. Wie sich die Stahlbranche auf die Dekarbonisierung vorbereitet und welche Voraussetzungen dafür erforderlich sind, thematisiert der Kaltwalzer Waelzholz in seinem Podcast ‚Steel to Zero – wie der Stahl grün wird‘.

„Waelzholz ist ein Familienunternehmen mit annähernd 200-jähriger Geschichte. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, an der notwendigen Transformation der Stahlindustrie mitzuwirken und dazu beizutragen, diese zum Erfolg zu führen. Wir möchten hierbei Transparenz und ein Bewusstsein für die Erfordernisse unserer Branche schaffen – dazu soll der Podcast ein Stück weit beitragen“, sagt Dr. Matthias Gierse, kaufmännischer Geschäftsführer der Waelzholz Gruppe.

Waelzholz steht als Kaltwalzer im Wertschöpfungsnetzwerk Stahl zwischen den Rohstahlherstellern und den Produzenten von Endanwendungen und verarbeitet Warmband zu maßgeschneiderten Kundenwerkstoffen mit speziellen Eigenschaften.

Stahlwerkstoffe von Waelzholz finden sich unter anderem in Stator- und Rotorkomponenten von Elektromotoren oder in Bipolarplatten für Brennstoffzellen, die wiederum in nachhaltigen Produkten wie Elektrofahrzeugen, wasserstoffbasierten Antrieben oder Windkrafträdern zum Einsatz kommen.

„Stahl ist der am meisten verwendete Werkstoff der Welt und auch für die Energiewende unverzichtbar. Damit wird er als industrieller Werkstoff in der Zukunft noch wichtiger“, betont Dr. Heino Buddenberg, Vorsitzender der Geschäftsführung der Waelzholz Gruppe.

Bekenntnis zum Pariser Klimaabkommen

Über 780.000 Tonnen kaltgewalzte Stahlbänder und -profile produziert Waelzholz an seinen Standorten in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien im Jahr. Das sind 780.000 Tonnen, die schon in wenigen Jahren CO2-neutral werden müssen.

„Gesellschaftliche und unternehmerische Verantwortung zu übernehmen, gehört seit gut 200 Jahren zum Selbstverständnis von Waelzholz. Wir bekennen uns klar zu unserer klimapolitischen Verantwortung nach dem Pariser Abkommen und werden alles uns Mögliche dafür tun, um unsere Produkte klimaneutral zu stellen“, so Dr. Matthias Gierse.

Transformation kann nur gemeinsam gelingen

Zur CO2-Reduzierung und langfristigen Klimaneutralität der eigenen Produkte hat Waelzholz einen umfassenden Nachhaltigkeits-Fahrplan erarbeitet, der alle Ebenen des Wertschöpfungsnetzwerkes einbezieht. Denn der größte Teil des CO2-Fußabdrucks von kaltgewalzten Bandstählen, wie sie Waelzholz herstellt, entsteht bereits bei den Vorlieferanten in der Rohstahlerzeugung.

„Der Stahl, der bei uns ankommt, hat bereits eine CO2-Geschichte und diese wird letztlich immer weiter fortgeschrieben. Das ist der Grund, warum die Transformation der Stahlindustrie nur gemeinsam gelingen kann. Und das ist auch die Quintessenz unseres Podcasts, der den Weg zum grünen Stahl entlang der gesamten Wertschöpfungskette beschreibt – also von der Stahlherstellung über die Verarbeitung bis zum fertigen Produkt“, sagt Dr. Heino Buddenberg. Infrastruktur für grünen Wasserstoff bereitstellen.

Um den CO2-Fußabdruck von Stahlprodukten zu reduzieren, sind schon erste Schritte getan – auch bei Waelzholz. Das Unternehmen setzt auf den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien und eine kontinuierliche Optimierung der Energieeffizienz bei den Prozessen. 40 Prozent des gesamten Strombedarfs an den deutschen Standorten decken bereits erneuerbare Energien.

„Doch das sind letztlich nur Zwischenschritte auf dem Weg zum eigentlichen Ziel, der Klimaneutralität. Neben dem Einsatz von regenerativem Strom müssen wir unsere Prozessgase von Erdgas auf Wasserstoff umstellen. Grüner Wasserstoff wird ein entscheidender Energieträger von morgen sein“, weiß Dr. Matthias Gierse.

 

„Die Stahlindustrie ist bereit. Waelzholz ist bereit. Doch all das nutzt uns nichts, wenn grüner Wasserstoff gar nicht verfügbar ist und zudem die Infrastruktur für dessen Transport zu uns nach Südwestfalen fehlt. Die Entscheider in Politik und Verwaltung müssen jetzt die Rahmenbedingungen schaffen, damit wir den Weg hin zum grünen Stahl auch gehen können.“

Start der Podcastreihe „Steel to Zero“

In zunächst drei Podcast-Folgen berichtet Waelzholz im Gespräch mit seinen langjährigen Geschäftspartnern thyssenkrupp Steel und Miele, wie sich die Unternehmen des Wertschöpfungsnetzwerks Stahl auf die Klimaneutralität vorbereiten und welche Herausforderungen dabei vor ihnen liegen.

Die erste Folge ist bereits online. Sie ist auf den gängigen Podcast-Plattformen verfügbar sowie hier aufrufbar.